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Wie viel Sexualkunde gehört in die Schule?

Juliette Wedl wurde von der Süddeutsche Zeitung interviewt

Ein Interview zur Frage, warum es wichtig ist, über Gleichstellung und Gewalt mit Kindern zu sprechen und wie dieses auch in der Grundschule möglich ist. Aber auch darüber, dass das Hervorheben von Differenzen problematische Effekte hat und dass es mehr als zwei Geschlechter gibt.

„Lehrer[*innen; JW] sollen mit Kindern über sexuelle Belästigung sprechen und können Klassen künftig nicht mehr einfach in Jungen und Mädchen unterteilen. Wie sie damit umgehen können, erklärt Genderexpertin Juliette Wedl.

Die Grundschullehrerin soll mit den Kindern über Gewalt von Männern gegenüber Frauen sprechen, über sexuelle Belästigung und Gleichstellung. Dafür spricht sich eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung aus, zeigt das repräsentative ifo Bildungsbarometer. Ohne Zweifel ein schwieriger Auftrag für die Pädagogen. Aber ist es überhaupt der richtige für dieses Alter? Juliette Wedl ist Soziologin am Braunschweiger Zentrum für Gender Studies, bildet angehende Lehrer[*innen; JW] in Fragen der Geschlechtersensibilität fort und sammelt zurzeit Material, das bei der Vermittlung dieser Themen hilft.“

Weiterlesen auf www.sueddeutsche.de

Interview von Larissa Holzki, Süddeutsche Zeitung, 13.09.2018

Vorbestellungen ab 3 Spielen ab jetzt möglich!

Der Vorverkauf von „Identitätenlotto. Ein Spiel quer durchs Leben“ startet! Vorbestellungen ab 3 Spielen (bspw. Klassensätze für Schulen, Sets für Seminare, Bibliotheken, Workshops oder Freizeitgruppen sowie mehrere Exemplare zum Verschenken) nimmt spielecht ab jetzt an. Die Spiele kosten 45€ je Spiel und werden nach dem Erscheinen in der D-A-CH-Region versandkostenfrei zugeschickt. Weitere Infos unter FAQ .

Vielfalt*: Warum das Sternchen?

Es ist ein Kürzel für die Identitätskategorien, die im Spiel sind

Das Sternchen (*) ist der geschlechtersensiblen Sprache entlehnt, die es verwendet, um die Vielfalt und Unabgeschlossenheit geschlechtlicher Selbstbestimmungen zu kennzeichnen. Das Identitätenlotto „bespielt“ verschiedene Formen der Vielfalt: geschlechtliche, sexuelle und national-kulturelle Vielfalt. Zusätzliche Differenzkategorien werden in den Erweiterungen des Spiels aufgegriffen. Jede der genannten Differenzkategorien ist wiederum in sich vielfältig, auch die Geschlechter, von denen es mehr als zwei gibt (z.B. transgender, intergeschlechtlich, genderqueer). Sie sind somit nicht binär, d.h. nicht nur Mann oder Frau, deutsch oder polnisch. Das Sternchen steht für diese verschiedenen Formen der Vielfalt.

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Lehrkräftefortbildung „Vielfalt. Kompetent. Lehren“ wird 2018/19 erneut angeboten

Die sehr gute Evaluation des ersten Durchgangs ermöglicht die zweite Runde zur Pädagogik der Vielfalt*

Die Akademie Waldschlösschen bietet bereits zum zweiten Mal eine Fortbildung für Lehrkräfte aller Schulformen an. Sie startet mit Modul I am 19.-20.11.2018. Sie ist Teil des Modellprojekts „Akzeptanz für Vielfalt – gegen Homo-, Trans*- und Inter*feindlichkeit“ im Bundesprogramm „Demokratie Leben!“ des BMFSFJ und erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Braunschweiger Zentrum für Gender Studies, der TU Braunschweig und Schlau Niedersachsen.

Ziel des Fortbildungskonzeptes ist die Vermittlung geschlechterreflektierter und diskriminierungskritischer Pädagogik im Schulkontext. Unverändert zum ersten Durchgang bleibt das 3-modulige Fortbildungskonzept, welches sich bewährt hat und im Pilotprojekt außerordentlich gut evaluiert wurde. Das Identitätenlotto ist dabei in dreifacher Hinsicht für Fortbildungen geeignet: […] und hier geht’s weiter im Text →

Identitätenlotto: ein Spiel für die Schule!

Individuelle Perspektivübernahme trägt zur tiefergehenden Reflexion bei

von Anne Kilian (Gymansiallehrerin für Deutsch, Geschichte und Darstellendes Spiel, Juli 2018)

Was ein lehrkraftzentrierter Unterricht niemals leisten kann, schafft dieses Spiel in beeindruckender Weise: Den Schüler*innen gelingt die Übernahme eigentlich fremder Perspektiven in dem Maße, dass die nachfolgende Reflexion gar nicht an der Oberfläche verbleiben kann. Der Umgang mit Intoleranz wird durch die übernommene Spielidentität „zur eigenen Sache“ gemacht, jede Projektwoche (z.B. im Rahmen von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“) wird durch diesen Ansatz profitieren.

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Identität ist vielfältig*! Was ist mit weiteren Identifizierungen?

Was ist mit alternativen Beziehungsformen, körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen (dis_ability) sowie sozio-ökonomischer Herkunft (class)?

Im ILo geht’s um Identität, zunächst anhand der Strukturkategorien Geschlecht, sexuelle Orientierung und national-kulturelle Herkunft. Wir wurden gefragt, ob wir auch andere Dimensionen mit ins Spiel bringen, z.B. A-Romantik als romantische Orientierung, die sich von der sexuellen Orientierung unterscheiden kann, oder Polyamorie als Beziehungsform. Dieses sind wichtige queere Begriffe, um bisher vernachlässigte Dimensionen von Identität und Lebensformen zu thematisieren.

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Game-based Learning mit dem Identitätenlotto

Veröffentlichung zu ILo im Erscheinen!

Wedl, Juliette/Mayer, Veronika/Becker, Janina, 2018: Identitätenlotto. Ein Spiel quer durchs Leben. Ein Lehr-Lern-Spiel zum Thema Gender, Vielfalt und soziale Ungleichheit. In: Kauffeld, Simone/Othmer, Julius (Hg.): Handbuch innovative Lehre. Springer (i.E.)

In dem Beitrag reflektieren wir das Spiel insbesondere vor dem Hintergrund verschiedener Formen des Lernens. Gerade für mitunter schwer begreifbare Aspekte von (Gender-)Wissen eignen sich Ansätze des spielenden Lernens (game based learning). Diese fördern unterschiedliche Lernprozesse.

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Spielen ohne Ende – diskutierend und lachend bis in die Nacht

ILo auf der TU-Night mit einem eigenen Stand, 16. Juni 2018

Auch dieses Jahr hat das Identitätenlotto die Besucher*innen der TU-Night angezogen. Wir haben fast ununterbrochen von 18 bis 1 Uhr das Spiel vorgestellt, über Vielfalt* diskutiert und Gespräche über science-game learning geführt. Es haben sich auch spontane Spielgruppen gefunden und Kinder wollten weiter die zweifarbigen Kugeln aus dem Bingo-Käfig drehen. So anstrengend es ist, so schöne Begegnungen bieten sich bei diesen Veranstaltungen.

jw

Workshop „Gender in der Lehre und Forschung“, 5.06.2018, Emden/Leer

Das Identitätenlotto wird in einem Workshop im Rahmen der Tagung „Gender in der Lehre und Forschung“ an der Hochschule Emden/Leer von 13:30-15:00 Uhr von Juliette Wedl vorgestellt. Die Tagung widmet sich der Frage, wie Gender in die Lehre und Forschung strategisch integriert werden kann und welche Good Practice Beispiele es gibt. Sie sind herzlich eingeladen, an der Tagung teilzunehmen.

Das Identitätenlotto eignet sich für beide Bereiche, Lehre und Forschung.

jw