Das könnte ich den ganzen Tag spielen!

von Philipp Söchtig (Instructional Designer für LMS und Online-Lehre, Projektgruppe Lehre und Medienbildung, Technische Universität Braunschweig, Dezember 2018)

Der Kurs war etwas kleiner als erwartet, sodass ich das Spiel nur mit 15 Master-Studierenden in 4 Gruppen (3×4, 1×3 Spieler_Innen) spielen konnte. Im Seminar befanden sich neben deutschen Studierenden auch Erasmus-Studierende aus Italien sowie „gängige“ Studierende aus China. Die Gruppen haben sich selbstständig zusammengefunden und sich freiwillig durchgemischt. Bis auf einen Studenten waren alle Teilnehmer_Innen der Lehrveranstaltung weiblich.

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Überschneidungen und Unterschiede zum AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz)

Warum Alter und Religion nicht Teil der Spielidentitäten sind

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) bezieht sich auf „Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität“ (§1, AGG).

Gemeinsam sind die Diskriminierungsgründe Geschlecht sowie – wenn auch mit anderen Begriffen gekennzeichnet – sexuelle Orientierung, ethnische Herkunft und – in der Erweiterung – körperliche und psychische Beeinträchtigung.

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Viele haben mitgedacht – das GeDANKEnnetzwerk vom Identitätenlotto

Die ILo-Geschichte: Teil 4

Das Identitätenlotto, so wie es jetzt ist, verdankt sich dem MitDenken vieler Menschen. Wir haben 12 Versionen getestet und dafür ca. 110 Testspiele gebastelt. Mit diesen wurden über 200 Spielrunden durchgeführt, die uns vielfach hilfreiche Rückmeldungen zum Spiel gegeben haben. Zuletzt Ende des Frühjahrs 2018, woraufhin ich das Spiel noch mal grundlegend überarbeitet habe.

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Identitätenlotto in der Erwachsenenbildung – Fortbildung – Weiterbildung (Teil 3)

Migration & Integration: Ein Spiel zur Sensibilisierung in mehrerer Hinsicht

Über das Spiel kann die innere Haltung zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt aber auch zu Migration und Integration in einer nicht moralisierenden Weise Gegenstand von Diskussionen werden. Durch die Spielidentitäten wird eine Distanz zu der eigenen Identität und Einstellung geschaffen und können davon unterschiedliche Positionen ausprobiert werden. Dabei fördert das Spiel eine Selbstreflexion, die zu einem toleranten Auftreten beitragen kann.

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Aber Berufsfindung und Berufstätigkeit ist doch ein wichtiges Thema!

Die ILo-Geschichte: Teil 3

Die ersten Versionen basierten auf der Idee, das Spiel nach der Schulzeit mit der Berufsfindung beginnen zu lassen – je nach Bildung auf unterschiedlichen Wegen. Am Ende dessen wurde ein Beruf gezogen. So wichtig das Thema der Chancengleichheit in der Arbeitswelt ist, dieser Bereich war noch nicht ausgereift, sodass ich ihn erst einmal ausgelagert haben. Ich werde es später wieder aufgreifen und mit den Lebensthemen Berufsorientierung und Work-Life-Balance verbinden. Fragen der beruflichen Gleichstellung und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf werden hier im Zentrum stehen.

jw

Identitätenlotto: eine innovative Methode (nicht nur) für die Lehramtsausbildung!

Als Theorie-praxisreflektierendes Instrument zur differenzreflexiven Professionalisierung ermöglicht das Spiel neue Zugänge

von Florian Cristobal Klenk (Institut für Allgemeine Pädagogik und Berufspädagogik, Technische Universität Darmstadt, Oktober 2018)

Das Lernspiel Identitätenlotto wird seit 2015 bei uns im Arbeitsbereich Praxislabor zur Professionalisierung angehender Lehrer*innenbildung eingesetzt. Über die Jahre konnten hiermit in über 15 Lehrveranstaltungen zahlreiche Studierende des Lehramts an Gymnasien und des Lehramts an beruflichen Schulen für mehrdimensionale Formen der Diskriminierung, aber auch der Privilegierung auf spielerische Art und Weise sensibilisiert werden.

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Science Game – Game-based Learning

Eine Gratwanderung zwischen den Welten

Spielebasiertes Lernen ermöglicht handlungs- und problemorientiertes Lernen. Dabei eröffnet das Spiel einen Raum zum Ausprobieren: Im Spiel können Handlungsweisen erprobt werden, auf die es direktes Feedback gibt, ohne dass dadurch über die eigene Identität oder Haltung Aussagen getroffen werden. Der Spaß am Spiel steigert zudem die Motivation am Lernen.

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Identitätenlotto: „Wie im echten Leben“

Ein Spielbericht aus einem Seminar in der Sozialen Arbeit

von Rebecca Guske (Praktikantin am Braunschweiger Zentrum für Gender Studies, Juni 2018)

Ein Tisch, vielfältige Identitäten. Da sind die zwei emanzipierten Frauen aus Schweden: Die eine ist eine erfolgreiche Journalistin, die glücklich mit ihren zwei Katzen zusammen lebt, die andere geplagt von Zweifeln, weil sie ihren Beruf in Deutschland nicht mit ihrem Kinderwunsch vereinbaren kann. Sie überlegt nach Schweden zurückzukehren, weiß aber nicht, wie ihr Freund dazu steht. Die Dragqueen Gloria G und der italienische Koch Joshua könnten kaum unterschiedlicher leben. Während Gloria G seine sexuelle Orientierung ganz offen lebt, verheimlicht Joshua seiner Frau seit Jahren, dass er eigentlich homosexuell ist. Joshuas Geheimnis raubt ihm seine Ressourcen. Aber auch Gloria G kommt derzeit nicht voran. Andauernd passieren Dinge, durch die er Ressourcen verliert, obwohl er absolut zufrieden mit sich und seiner Lebensweise ist. Dagegen ist der demisexuelle Manfred auf der Überholspur. Mit seiner Arbeit verheiratet, stört es ihn nicht, dass er bisher nicht viele Beziehungen hatte. Er ist stolz auf seine Leistungen und wohl der fleißigste Banker aller Zeiten. Eine steilere Reise kann nur die queere Person aus Österreich vorweisen: Von der arbeitslosen, unglücklichen Identität, die gern Abitur gemacht hätte oder wenigstens eine Ausbildung, hin zu einem Menschen mit einer Idee, einem Plan und einem Erbe.

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Das erste Konzept: Ähnlich und doch ganz anders

Die ILo-Geschichte: Teil 2

Die erste von 12 Versionen lag am Ende des Förderzeitraums und der Mitarbeit von Veronika Mayer vor: Unser – noch namenloses – Spiel war ein Brettspiel mit Würfel und Karten. Neben den Spielidentitäten gab es auch Ereignis- und Wissenskarten – und als Auswertung das Glücksbarometer. Klar war, dass es einen Weg geben würde, auf dem neben Wissens- und Ereigniskarten Fragefelder eingebaut sind, die entsprechend der Spielidentität beantwortet werden müssen.

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Identitätenlotto: Wäre die Welt ein Spiel …

Im Leben eine*r Anderen – Spieleindrücke aus der Graduierten-Summer-School

von Jan Büssers (promoviert im Promotionsprogramm „Konfigurationen von Mensch, Maschine und Geschlecht“ in Braunschweig, September 2018)

Was so unscheinbar mit dem Ziehen einer Karte beginnt, ist der Auftakt zu einem spannenden Perspektivwechsel, indem die Spielenden in ein neues Leben geworfen werden.

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