Das könnte ich den ganzen Tag spielen!

von Philipp Söchtig (Instructional Designer für LMS und Online-Lehre, Projektgruppe Lehre und Medienbildung, Technische Universität Braunschweig, Dezember 2018)

Der Kurs war etwas kleiner als erwartet, sodass ich das Spiel nur mit 15 Master-Studierenden in 4 Gruppen (3×4, 1×3 Spieler_Innen) spielen konnte. Im Seminar befanden sich neben deutschen Studierenden auch Erasmus-Studierende aus Italien sowie „gängige“ Studierende aus China. Die Gruppen haben sich selbstständig zusammengefunden und sich freiwillig durchgemischt. Bis auf einen Studenten waren alle Teilnehmer_Innen der Lehrveranstaltung weiblich.

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Identitätenlotto: eine innovative Methode (nicht nur) für die Lehramtsausbildung!

Als Theorie-praxisreflektierendes Instrument zur differenzreflexiven Professionalisierung ermöglicht das Spiel neue Zugänge

von Florian Cristobal Klenk (Institut für Allgemeine Pädagogik und Berufspädagogik, Technische Universität Darmstadt, Oktober 2018)

Das Lernspiel Identitätenlotto wird seit 2015 bei uns im Arbeitsbereich Praxislabor zur Professionalisierung angehender Lehrer*innenbildung eingesetzt. Über die Jahre konnten hiermit in über 15 Lehrveranstaltungen zahlreiche Studierende des Lehramts an Gymnasien und des Lehramts an beruflichen Schulen für mehrdimensionale Formen der Diskriminierung, aber auch der Privilegierung auf spielerische Art und Weise sensibilisiert werden.

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Identitätenlotto: „Wie im echten Leben“

Ein Spielbericht aus einem Seminar in der Sozialen Arbeit

von Rebecca Guske (Praktikantin am Braunschweiger Zentrum für Gender Studies, Juni 2018)

Ein Tisch, vielfältige Identitäten. Da sind die zwei emanzipierten Frauen aus Schweden: Die eine ist eine erfolgreiche Journalistin, die glücklich mit ihren zwei Katzen zusammen lebt, die andere geplagt von Zweifeln, weil sie ihren Beruf in Deutschland nicht mit ihrem Kinderwunsch vereinbaren kann. Sie überlegt nach Schweden zurückzukehren, weiß aber nicht, wie ihr Freund dazu steht. Die Dragqueen Gloria G und der italienische Koch Joshua könnten kaum unterschiedlicher leben. Während Gloria G seine sexuelle Orientierung ganz offen lebt, verheimlicht Joshua seiner Frau seit Jahren, dass er eigentlich homosexuell ist. Joshuas Geheimnis raubt ihm seine Ressourcen. Aber auch Gloria G kommt derzeit nicht voran. Andauernd passieren Dinge, durch die er Ressourcen verliert, obwohl er absolut zufrieden mit sich und seiner Lebensweise ist. Dagegen ist der demisexuelle Manfred auf der Überholspur. Mit seiner Arbeit verheiratet, stört es ihn nicht, dass er bisher nicht viele Beziehungen hatte. Er ist stolz auf seine Leistungen und wohl der fleißigste Banker aller Zeiten. Eine steilere Reise kann nur die queere Person aus Österreich vorweisen: Von der arbeitslosen, unglücklichen Identität, die gern Abitur gemacht hätte oder wenigstens eine Ausbildung, hin zu einem Menschen mit einer Idee, einem Plan und einem Erbe.

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Identitätenlotto: Wäre die Welt ein Spiel …

Im Leben eine*r Anderen – Spieleindrücke aus der Graduierten-Summer-School

von Jan Büssers (promoviert im Promotionsprogramm „Konfigurationen von Mensch, Maschine und Geschlecht“ in Braunschweig, September 2018)

Was so unscheinbar mit dem Ziehen einer Karte beginnt, ist der Auftakt zu einem spannenden Perspektivwechsel, indem die Spielenden in ein neues Leben geworfen werden.

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Identitätenlotto: ein Spiel für die Schule!

Individuelle Perspektivübernahme trägt zur tiefergehenden Reflexion bei

von Anne Kilian (Gymansiallehrerin für Deutsch, Geschichte und Darstellendes Spiel, Juli 2018)

Was ein lehrkraftzentrierter Unterricht niemals leisten kann, schafft dieses Spiel in beeindruckender Weise: Den Schüler*innen gelingt die Übernahme eigentlich fremder Perspektiven in dem Maße, dass die nachfolgende Reflexion gar nicht an der Oberfläche verbleiben kann. Der Umgang mit Intoleranz wird durch die übernommene Spielidentität „zur eigenen Sache“ gemacht, jede Projektwoche (z.B. im Rahmen von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“) wird durch diesen Ansatz profitieren.

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