Überschneidungen und Unterschiede zum AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz)

Warum Alter und Religion nicht Teil der Spielidentitäten sind

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) bezieht sich auf „Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität“ (§1, AGG).

Gemeinsam sind die Diskriminierungsgründe Geschlecht sowie – wenn auch mit anderen Begriffen gekennzeichnet – sexuelle Orientierung, ethnische Herkunft und – in der Erweiterung – körperliche und psychische Beeinträchtigung.

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transgender und intergeschlechtlich – was ist der Unterschied?

Häufig verwechselt, aber doch ganz anders

Sowohl Intergeschlechtlichkeit als auch Transgender sind Geschlechter, keine sexuelle Orientierungen – auch wenn von intersexuellen oder transsexuellen Menschen die Rede ist.

Inter*/ Intersex*/ intersexuelle/ intergeschlechtliche Menschen sind Menschen, „deren geschlechtliches Erscheinungsbild von Geburt an, hinsichtlich der Chromosomen, der Keimdrüsen, der Hormonproduktion und der Körperform nicht nur männlich oder nur weiblich ausgeprägt ist, sondern scheinbar eine Mischung darstellt“ (Verein intersexuelle Menschen e.V.) Das körperliche Geschlecht weicht von der medizinischen Norm eines eindeutig weiblichen oder männlichen Körpers ab. Vielmehr wird Geschlecht als Spektrum erkennbar, das unterschiedlich ausgeprägt ist.

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Geschlecht und sexuelle Orientierung – was ist der Unterschied?

Manchmal verwirrend, aber doch wichtig zu unterscheiden

Es ist nicht schlimm, wenn es am Anfang verwirrend ist. Das Wichtige ist der Wille, es verstehen zu wollen. Geschlecht und sexuelle Orientierung sind zwei unterschiedliche Identitätskategorien und doch werden sie häufig verwechselt. Ohne dass Begriffsdefinitionen Teil des Spielverlaufs sind, trägt es doch dazu bei, sich den Unterschieden zu nähern. Hierfür dient das Hintergrundwissen, eine Art Glossar zu vielen Begriffen. Aber auch durch die Fragen und Auseinandersetzungen bekommen die Begriffe mehr Kontur.

Im Folgenden zwei kurze Definition vom Queer-Lexikon – leicht angepasst:

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„Gender-Lehrmaterialien für Schule und Bildung“ – Integration von Vielfalt* in das Lehramtsstudium der TU Braunschweig

Konzepte und Strategien rund um Gender werden mit Lehramtsstudierenden entwickelt – auch zum Identitätenlotto

Ziel des Projektes ist es, konkrete Lehrmaterialien für eine genderreflektierte Pädagogik zu entwickeln. Dabei werden hervorragende studentische Projekte weitergefördert, die das Potential für neue Lehrmaterialien für Kinder und Jugendliche haben. Beispielsweise wird ein Unterrichtsvorschlag zu „Queer in der Kunst“ erstellt sowie Kinderbücher in kleiner Auflage produziert. Zudem werden für das Spiel „Identitätenlotto“ didaktische Vorschläge und Unterrichtskonzepte gesammelt und entwickelt, um zu zeigen, wie dieses in vielfältiger Weise in der Schule eingesetzt werden kann. Diese konzeptionelle Arbeit erfolgt gemeinsam mit fortgeschrittenen Studierenden des Lehramts unterschiedlicher Schulfächer. Möglichkeiten sind z.B.

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„Hochschule lehrt Vielfalt!“ – Methodensammlung für eine Schule gegen Homo-, Trans*- und Inter*feindlichkeit

Forschungsprojekt am Braunschweiger Zentrum für Gender Studien in Kooperation mit der Akademie Waldschlösschen

Sexualität, Geschlecht, Herkunft – das sind Identitätsdimensionen, die auch auf dem Schulhof und im Unterricht eine Rolle spielen. Sie sind nicht nur Thema im Sexualkundeunterricht, sondern viel zu häufig Vehikel für Diskriminierung und Mobbing. Viele Pädagog*innen wollen angemessen auf Grenzverletzungen reagieren und sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Unterricht thematisieren, wissen aber oft nicht, wie. „Hochschule lehrt Vielfalt!“ setzt an dieser Stelle an: Es sammelt und erstellt Unterrichtsmaterialien und Handlungsleitfäden zur Sichtbarkeit von lsbt*i*q im Fachunterricht und zur Schaffung eines diskriminierungskritischen Schulklimas.

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15. Jubiläum des Braunschweiger Zentrums für Gender Studies

Ob im Alltag, in der Schule, der Arbeitswelt oder der Wissenschaft: Überall spielt Geschlecht eine Rolle, und oft, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Der bewusste Blick auf Geschlecht ist eine Möglichkeit, Vielfalt zu erforschen und ein Bewusstsein für Stereotype und Diskriminierungen in der Gesellschaft zu schaffen. Dies ist das Ziel des Braunschweiger Zentrums für Gender Studies (BZG). In diesem Jahr feiert das Zentrum sein 15-jähriges Bestehen.

 

„Vielfalt Lehren!“ – Konzepte gegen Homo-, Trans*- und Inter*feindlichkeit für die Lehramtsausbildung

Ein Forschungsprojekt an der Universität Leipzig in Kooperation mit der Akademie Waldschlösschen

Wie kann man in der Lehramtsausbildung mit der Vermittlung von Wissen und Handlungskompetenzen zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt und Diskriminierung beitragen? Wie offen sind die Hochschullehrenden dafür? Was brauchen Dozierende, um es in ihre Lehre zu integrieren?

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Science Game – Game-based Learning

Eine Gratwanderung zwischen den Welten

Spielebasiertes Lernen ermöglicht handlungs- und problemorientiertes Lernen. Dabei eröffnet das Spiel einen Raum zum Ausprobieren: Im Spiel können Handlungsweisen erprobt werden, auf die es direktes Feedback gibt, ohne dass dadurch über die eigene Identität oder Haltung Aussagen getroffen werden. Der Spaß am Spiel steigert zudem die Motivation am Lernen.

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Vielfalt*: Warum das Sternchen?

Es ist ein Kürzel für die Identitätskategorien, die im Spiel sind

Das Sternchen (*) ist der geschlechtersensiblen Sprache entlehnt, die es verwendet, um die Vielfalt und Unabgeschlossenheit geschlechtlicher Selbstbestimmungen zu kennzeichnen. Das Identitätenlotto „bespielt“ verschiedene Formen der Vielfalt: geschlechtliche, sexuelle und national-kulturelle Vielfalt. Zusätzliche Differenzkategorien werden in den Erweiterungen des Spiels aufgegriffen. Jede der genannten Differenzkategorien ist wiederum in sich vielfältig, auch die Geschlechter, von denen es mehr als zwei gibt (z.B. transgender, intergeschlechtlich, genderqueer). Sie sind somit nicht binär, d.h. nicht nur Mann oder Frau, deutsch oder polnisch. Das Sternchen steht für diese verschiedenen Formen der Vielfalt.

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Workshop „Gender in der Lehre und Forschung“, 5.06.2018, Emden/Leer

Das Identitätenlotto wird in einem Workshop im Rahmen der Tagung „Gender in der Lehre und Forschung“ an der Hochschule Emden/Leer von 13:30-15:00 Uhr von Juliette Wedl vorgestellt. Die Tagung widmet sich der Frage, wie Gender in die Lehre und Forschung strategisch integriert werden kann und welche Good Practice Beispiele es gibt. Sie sind herzlich eingeladen, an der Tagung teilzunehmen.

Das Identitätenlotto eignet sich für beide Bereiche, Lehre und Forschung.

jw