Ein Spiel zu Antidiskriminierung und Gleichstellung

Workshop von Juliette Wedl zum Identitätenlotto auf der Konferenz „Welche Theorie? Welche Praxis?“, 7.-10.11.2017, Erfurt

Die Spielidee ist aus den Gender Studies entstanden mit dem Ziel, sexuelle und geschlechtliche Vielfalt zu vermitteln. Dabei ist das Spiel immer wieder im Gespräch mit verschiedenen queer-feministischen Positionen in den Begrifflichkeiten und Beschreibungen überarbeitet worden. Es ist Ergebnis eines Hin und Hers zwischen Theorie und Praxis. Neben dekonstruktivistischen Theorien (Foucault, Derrida & Butler) fließen hier soziologische Theorien der sozialen Ungleichheit und Bourdieus Kapitaltheorie ein. Die Praxis ist die der Hochschullehre, aber auch der alltäglichen Gespräche über Geschlechteridentitäten und Geschlechtervorstellungen, der sexistischen und rassistischen Diskriminierung und Abwertung, die die Gesellschaft durchziehen. Und allgemeiner der weit gefassten Bildungsarbeit.

ILo widmet sich den Fragen, die auch im Rahmen der Konferenz gestellt werden: „Elf Jahre nach Verabschiedung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes und 23 Jahre nach der Novellierung von Artikel 3 des Grundgesetzes hin zu einem substanziellen Gleichstellungsauftrag sind nach wie vor folgende Fragen akut: Wer wird wodurch diskriminiert? Wer ist wie gleich gestellt bzw. soll es werden? Wer darf mitreden und darüber bestimmen?“ Die Antworten sind unterschiedlich und bilden sich im Spielverlauf jeweils in eigener Dynamik.

Das Spiel kann in sehr unterschiedlichen Kontexten gespielt werden, als Spiel für die Freizeit ebenso wie für verschiedene Jugend- und Bildungskontexte.

Beginn: Dienstag, 7.11.2017, um 16:30 Uhr
Ende: Freitag, 10.11.2017, um 13:00 Uhr
Ort: Collegium Maius, Michaelisstr. 39, Erfurt

Weiterführende Informationen auf der Website des Thüringer Kompetenznetzwerk Gleichstellung (TKG).

jw