Am Anfang war die Ausschreibung

Die ILo-Geschichte: Teil 1

Eine Ausschreibung und der Wunsch einer Mitarbeiterin, eine Vollzeitstelle zu haben, sind der Auslöser dafür, dass ich – und mit mir viele andere – seit 3,5 Jahren das Spiel entwickle. Ein glücklicher Zufall der dazu beiträgt, ein Spiel zu schaffen, welches seinen Weg aus der Wissenschaft heraus findet – mit dem Ziel, Normierungen, Stereotypisierungen und Verallgemeinerungen entgegenzutreten und die Kenntnisse über Vielfalt* spielend zu erweitern.

Ausgangspunkt meiner Spielidee waren meine Erfahrungen in der Lehre. Denn die Lehre, nicht nur meine eigene, steht vor einer Herausforderung: Wir diskutieren mit Studierenden über die Unterschiedlichkeit innerhalb eines Geschlechtes, also innerhalb der Personen, die sich als Frauen identifizieren, als Inter* identifizieren, als Trans* identifizieren, als Männer identifizieren. Und trotzdem heißt es kurz darauf „DIE Männer“ oder „DIE Frauen“ – und von Transgender und Intergeschlechtlichkeit ist nicht mehr die Rede. Aber auch nicht von den Differenzen zwischen Männern. Oder zwischen Frauen. Die Zwei-Geschlechter-Ordnung ist so alltagsrelevant und mächtig, dass sie das gerade Besprochene quasi wegwischt. Die Idee, mit einem Lehr-Lern-Spiel Vielfalt* von Menschen und Lebenswegen nicht abstrakt-theoretisch zu vermitteln sondern erlebbar zu machen, fand ich großartig. Und so war der Grundstein gelegt und ich schrieb den Antrag – Veronika Mayer bekam die gewünschte Stelle. Wie das Bild zeigt sah ihre allererste Skizze noch einfach aus …

Innerhalb des Förderzeitraums entwickelte sich ein Spiel, welches bereits einen komplexen Lebensweg enthielt (s. ILo-Geschichte 2).

Die Spielentwicklung wurde 2015 sieben Monate mit einer halben Stelle und einer festen Fördersumme im Förderprogramm „in medias res: Mediengestützte Lehr-/Lernumgebung“ der TU Braunschweig gefördert. Veronika Mayer hatte die Stelle inne, unterstützt von Janina Becker als studentische Hilfskraft. Danach wechselte Veronika Mayer nach vielen Jahren der Mitarbeit am Braunschweiger Zentrum für Gender Studies in einen anderen Tätigkeitsbereich.

jw

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