Konferenz „Politiken der Reproduktion – Politics of Reproduction“, 27.-29.03.2017, Hannover

Die internationale Tagung fragt nach der „Herstellung und Wiederherstellung von Geschlecht und gesellschaftlichen Geschlechterverhältnissen. Einem breiten Verständnis von Reproduktion folgend, werden im Rahmen der sechs Panels „Biographien“, „Care“, „Menschen und Maschinen“, „Räume“, „Weltsichten“ sowie „Wissen und Institutionen“ verschiedene Aspekte dieser Wieder_Herstellung gesellschaftlicher Geschlechter_Verhältnisse in ihrer Umkämpftheit und Widersprüchlichkeit betrachtet – jeweils aus interdisziplinärer Perspektive“. So ein Ausschnitt des Calls.

Mit Politiken der Reproduktion von Geschlecht bzw. Geschlechterverhältnissen oder – weiter gefasst – von Ungleichsverhältnissen verschiedener Art setzt sich auch das Identitätenlotto auseinander. Denn es verweist auf die Hierarchien und Dominanzverhältnisse, die mit den verschiedenen Strukturkategorien verbunden sind. Im Spiel sind dieses in der Basisversion Gender – das wir aufteilen in Geschlecht und sexuelle Orientierung, womit die Dimension des Begehrens einbezogen ist, – und ethnische, national-kulturelle Herkunft. Feministische Kritik verweist auf die grundlegende geschlechterhierarchische Verfasstheit von Wissen sowie auf die Vergeschlechtlichung institutioneller Strukturen durch Gesetze und Regeln, Diskurse und Praktiken.

Diese Dimensionen tauchen in dem Spiel in verschiedenen Spielelementen auf, vor allem fundieren sie die Fragefelder, die Wissens- und die Ereigniskarten. Es können gleichzeitig Fragen auftauchen, die nach dem Einflusses von sich veränderndem Geschlechterwissen fragen. Gefördert ist dieses auch durch Ereigniskarten, die die Rahmenbedingungen ändern, z.B. einem allgemeinen Wertewandel hin zu mehr Toleranz gegenüber der geschlechtlichen und sexuellen Vielfalt*. Auf der Tagung wurde das Spiel mit einem Poster präsentiert.

Weiterführende Informationen zur Tagung auf der Website der LAGEN.

jw